Besuch im Jugendhilfezentrum Rummelsberg
Einen Überblick über die Angebote für Jugendliche im Rahmen des Jugendhilfe-Netzwerks der Rummelsberger Anstalten erhielten die SGK-Vorstandsmitglieder mit dem Vorsitzenden OB Dr. Ivo Holzinger und der stellvertretenden Vorsitzenden Helga Schmitt-Bussinger an der Spitze durch die beiden Diakone Werner Pfingtsgraef, Bereichsleiter und Andreas Mrotzek, Heilpädagoge und Qualitätsmanagementbeauftragter.
Von offenen Ausbildungsangeboten für Jugendliche mit besonderem Betreuungsbedarf über offenen Wohngruppen bis hin zu einer geschlossenen Unterbringung im Pädagogisch-Therapeutischen Intensivbereich reichen die Einrichtungen und Angebote in Rummelsberg mit Plätzen für über 300 Jugendliche. Kinder und Jugendliche sozialen Störungen unterschiedlicher Stärkegrade, mit Lern- und Leistungshemmungen oder nach Aufenthalten in kinder- und jugendspsychiatrischen Einrichtungen sind die Zielgruppe des Rummelsberger Jugendhilfeangebots. Für viele stelle Rummelsberg eine „letzte Chance“ vor einem endgültigen Absturz dar. Eine Messung der Ergebnisse und Wirkungen, die durch die Arbeit erreicht werden könnten, müsse immer die Ausgangssituation des einzelnen Jugendlichen zur Grundlage nehmen.
Bei einem kurzen Gang durch den geschlossenen Bereich, der eine der wenigen Einrichtungen dieser Art bundesweit darstellt, wurde deutlich, dass Abgeschlossenheit durchaus graduell zu verstehen ist, und von Beginn an auf die Erweiterung des möglichen Freiheitsspielraums im Rahmen von Ausgang in Begleitung, Ausgang mit Auftrag usw. hingearbeitet wird. Voraussetzung ist, dass sich die Jugendlichen entsprechendes Vertrauen erarbeiten und immer wieder auch durch ihr Verhalten rechtfertigen. Das Verhältnis Betreuer-Betreute in diesem Bereich ist 1 zu 1.
